Castels, Kirchen und Kopfsteinpflaster – Zu Gast im Westen der Ukraine.

Liebe Leserinnen und Leser,

das beeindruckende Kiew haben wir verlassen, die edle Hauptstadt der Ukraine wird uns in sehr guter Erinnerung bleiben. Wir treffen ganz sicher wieder aufeinander, sei es wegen der schönen Kastanienalleen, der prunkvollen Kirchen oder der modebewussten Schmetterlinge, wie wir neuerdings die farbenfroh dahergemachten jungen Frauen nennen.

Auf knapp 500 holprigen Kilometern rollen wir nun gen Westen und machen Halt am Schloss Olesko, einer Art kleiner Ermitage auf einem Hügel inmitten des flachen westukrainischen Landes. Wir besichtigen beeindruckende Kunstexponate und dinieren anschließend im urigen Ritterkeller des Schlosses. Wie gut, dass wir nun die Wohnmobile am Fuße des Schlosses stehen haben und diese nur noch zum Schlafen aufsuchen.

Am Folgetag erreichen wir das 80 Kilometer westlicher gelegene Lemberg, das heutige Lwiw. Die Straßen sind holprig und eng und hoffnungslos mit Autos überfuellt, die Märkte chaotisch, ärmlich. aufgewühlt. Nur die Schmetterlinge fliegen wie eh und je durch die Parkanlagen…

Der Busfahrer legt seine Meisterprüfung ab, als er von unserem Tourguide vor Ort durch die engen Gassen Lwiws gejagt wird.
Der nächste Tag verläuft weniger hektisch. Zu Fuß erkunden wir die zauberhafte, wenn auch sehr renovioerungsbedürftige Altstadt. Ein Fotomotiv jagt hier das andere, die Speicherchips füllen sich bedenklich schnell.

Der Abend steht für unser Abschiedsessen, das Farewelldinner. Wow, was wird das eine Sause. Und was passiert alles noch in der Nacht? Warum wir um Mitternacht auf dem Weg zwischen Restaurant und unserem Stellplatz von dem übermüdeten Busfahrer ausgesetzt werden und wie wir doch noch nach Hause kommen – davon erzähle ich das nächste Mal und lasse natürlich dann auch Fotos zu Lwiw und unseren Abenteuern erscheinen. Es bleibt spannend.

Bis bald
Euer Kostya


Autos über Autos führen zum Stau auf dem Kiewer Umgehungsring. Und das trotz für ukrainische Verhältnisse sehr hoher Spritpreise.


Auf der holprigen M 6 von Kiew nach Lemberg braucht es für uns Reisemobilisten noch einmal viel Geduld und einen kühlen Kopf.

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Weiter Blick ins weite Land vom Schloss Olesko in der Westukraine.

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Von wegen nur Schlösschen! Im Schloss finden wir imposante Kunstexponate.

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Gemälde oder Schlosszauberspiegel?

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Ankunft in Lemberg. Die Märkte sind chaotisch ärmlich, es fehlt der Stadt und den älteren Menschen überall an Geld.

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Die Gebäude mit ihren historischen Fassaden. Jede erzählt für sich eine eigene Geschichte.

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Zur anstehenden 750-Jahresfeier wurden einige der unzähligen, teils sehr maroden Fassaden renoviert.

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Man bräuchte mehrere Tage, um alle Kirchen der Stadt zu besuchen und etwas über sie zu erfahren.

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Blick in den Innenhof der armenischen Kirche.

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Sie bauen unter Zeitdruck, die vielen Straßenarbeiter der Stadt. Ende September muss die armenische Straße fertig sein. So lange muss man beim Laufen improvisieren.

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Begegnung zwischen uns Deutschen und den Lwiwer Bürgern. Man freut sich über unseren Besuch.

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Lemberger haben, wie alle Slawen, eine ganz besondere Beziehung zur Literatur.

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Sohn und Vater genießen den Altweibersommer.

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Alte Menschen sind in dem teuren Lemberg verloren. Ihre Renten zu niedrig, das Sozailsystem löcherig, die junge Gesellschaft desinteressiert an ihrem Schicksal. Die Pensionäre müssen oft auf der Straße verkaufen, um den Lebensunterhalt zu sichern.

Morgen lasse ich die spannende Geschichte zum Abschlussabend und der spektakulären Heimfahrt sowie einen Abschlusskommentar folgen. Wie immer gibt es auch dazu Fotos.

Liebe Grüße,
Euer Kostya